Einsatzgebiete bei Pferden z.B.:
- Arthrosen
- Arthritis
- Sehnenentzündungen
- Hufrehe (nach dem Aderlaß)
- Hufrollenentzündungen (in Kombination mit Heilkräutern)
- Phlegmone
- Nackenbeule
- Periodische Augenentzündung (Mondblindheit)
- Umstimmung bei chronischen Erkrankungen
...um nur einige Anwendungsbereiche zu nennen.
Wie sieht eine Behandlung mit Blutegeln aus?
Die vorgesehene Bissstelle wird mit klarem Wasser gereinigt und ggf. rasiert. Der Patient sollte vorher nicht mit Fliegenlotion, Shampoo oder bei Behandlungen im Hufbereich mit Huffett / -teer vorbehandelt werden.
Der Therapeut setzt nun die Egel an, wobei die Anzahl der verwendeten Egel abhängt von der Art und Dauer der Erkrankung, sowie der Größe des zu behandelnden Tieres.
Die Egel sind hochsensibel und benötigen für ihre Arbeit eine ruhige, eher dämmerige, nicht zu kalte Arbeitsatmosphäre. Die Tierpatienten dösen oft während der Behandlung.
Wenn der Egel sich vollgesogen hat, lässt er sich fallen und darf seinen Lebensabend (immerhin 30 Jahre) im „Rentnerteich“ verbringen. Er ist nun nicht mehr steril und darf an keinem anderen Patienten Blut saugen.
Die Bissstelle blutet nun, wie oben erwähnt bis zu 12 Stunden nach und sollte meiner Erfahrung nach nicht verbunden werden. Sollte dies aus hygienischen Gründen unerlässlich sein, kann ein lockerer, die Blutung nicht behindernder Verband angelegt werden.
Wie oft wird die Behandlung wiederholt?
Das hängt von der Art und Schwere der Erkrankung ab.
Sinnvoll ist eine Wiederholung, wenn das Tier auf die erste Behandlung positiv angesprochen hat.
Bei manchen Prozessen reicht eine Behandlung aus, den Patienten für ein halbes Jahr oder länger schmerzfrei zu halten.